Mein Tradingstil

Wie finde ich meinen Tradingstil?

Im Laufe der letzten Jahre habe ich einiges ausprobiert und mich einige Male im Kreis gedreht bis ich herausgefunden habe, was für mich und meinen Lebensstil funktioniert und womit ich mich am wohlsten fühle.

Im Trading ist es enorm wichtig herauszufinden, wer Du bist und welches Verhalten Du aufweist. Anhand dessen sollte dann die passende Strategie gewählt werden.

Ist man beispielsweise eher der gemütliche Typ, sollte man keine kurzfristige Strategie wählen, die eine hohe Konzentration und frequentierte Aktion erfordert. Damit wird man weder erfolgreich noch glücklich.

Um das herauszufinden ist es völlig normal, vieles auszuprobieren. Es ist aber enorm wichtig, nach gewisser Zeit anzuhalten und sich einige Fragen zu stellen: “Was hat bisher am besten funktioniert? Womit konnte ich am meisten Profite erzielen und mit welchem Handelsstil habe ich mich am wohlsten gefühlt?”

Natürlich können für dich mehrere Strategien funktionieren, es ist aber essenziell, den Fokus auf eine bis zwei davon zu legen. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass es besser ist, in einem Thema Profi zu sein als in 10 Themen durchschnittlich zu sein. Das bezieht sich meiner Meinung nach auch auf das Trading, obwohl viele Gurus von Diversifikation sprechen und alle Anlageprodukte gleichermaßen traden.

Mein persönlicher Tradingstil

Genau das hat mich dazu geleitet, mich nur auf den kurz- und mittelfristigen Handel von US-Aktien und US-Indizes zu konzentrieren. Der Weg bis hierhin war aber nicht leicht.

Das Halten von Aktien über Nacht hat mir anfangs schlaflose Nächte bereitet, da ich nie wusste was über Nacht oder übers Wochenende passiert. Welche Unternehmensnachrichten können  den Kurs so beeinflussen, dass es am nächsten Tag zu einem großen Gap kommt? Mittlerweile bin ich deutlich gelassener, da ich über die Jahre einiges an Erfahrung sammeln konnte.

Ähnlich ging es mir bei dem Handel von Optionen. Diese Produkte können in Kombination mit Aktien sehr nützlich sein aber die Risiken bei einem Handel von “naked call” oder “put” waren mir zu groß. Außerdem können Optionsstrategien ziemlich komplex werden und für jemanden wie mich, der nach dem „KISS“  (keep it stupid and simple) Prinzip agiert, ist das nicht zielführend.

Meine Handelsstrategien sind sehr einfach wink

Für den kurzfristigen Handel suche ich mir US-Aktien vom Vortag aus, die mindestens 3-4%  aufgrund von Quartalszahlen oder sonstigen Nachrichten aufwärts und/oder abwärts gelaufen sind. Dazu schaue ich, welche Aktien haben große Gaps und genügend Volumen, bevor der US-Markt eröffnet. Das hat für mich folgende Vorteile: die Aktien bilden schöne Trends intraday und haben genügend Range. Oft laufen diese Aktien aufgrund der Nachrichten unabhängig von den Indizes und können ebenso die darauffolgenden Tage gehandelt werden. Somit ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich in einer Seitwärtsphase ohne Range reinkomme, sehr niedrig. Nachdem ich die Werte gescreent habe suche ich mir nur 2-3 aus, die am besten intraday und auf Tag aussehen und am meisten Potenzial haben. Mehr dazu kannst du unter Gap-Trading erfahren.

Bei den mittelfristigen Strategien fokussiere ich mich auf US-Aktien und US-Indizes. Bei den US-Aktien schaue ich regelmäßig einige große Technologiewerte sowie einige Aktien aus dem Dow Jones Index. Der Vorteil dabei ist, dass diese Werte selten große Gaps über Nacht bilden und die Richtung des Gesamtmarktes folgen. Auf Tagesbasis ist zudem der Handel von Aktien dazu relativ entspannt und kann gut nebenberuflich ausgeübt werden. Man muss lediglich 1 bis 2 mal pro Tag reinschauen. Alarme können hilfreich sein, um die wichtigsten Zonen nicht zu verpassen. Die Strategie, die ich hierbei anwende, ist hauptsächlich Handeln in die Trendrichtung aus den Support- und Resistance-Zonen heraus.

Bei den Indizes trade ich hauptsächlich auf Stunden- und 15-Minuten-Chart. Dies hat den Vorteil, dass ich nicht vor dem PC gebunden bin und dass ich mich nicht mit den zahlreichen Algorithmen herumschlagen muss. Auch hier versuche ich möglichst aus den Support- und Resistancezonen zu handeln und setze mir ebenfalls Alarme an diesen Stellen. Das hat den Vorteil, dass ich nicht Angst haben muss, etwas zu verpassen und ständig auf die Charts schauen muss. Der Handel auf Stundenbasis kann aus meiner Sicht ebenfalls ganz gut nebenberuflich ausgeführt werden, sofern man während der Arbeit Zugriff zum PC hat. Man kann sich Alarme setzen und lediglich reinschauen, wenn der Alarm aktiviert wird. Ebenso bieten sich Order an, den richtigen Preislevel im Vorfeld zu platzieren.

Im Laufe der Zeit würde ich in den anstehenden Blog-Artikeln einige Beispiele zeigen und durchgeführte Trades vorstellen.

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