Grundlagen
In diesem Abschnitt erkläre ich einige Grundlagen, die du als Trader wissen solltest. Um die Einfachheit für Trading-Einsteiger zu bewahren, nutze ich für die Erläuterungen als Beispiel Aktien.

Wie entsteht der Preis einer Aktie?

Käufer und Verkäufer stehen in Relation und bestimmen den Preis. Die Käufer wollen so günstig wie möglich kaufen und die Verkäufer so hoch wie möglich verkaufen. Je nachdem ob es mehr Käufer oder Verkäufer gibt, lässt eine Partei in der Regel nach wodurch der Kurs entsteht.

Nachfrage nach Aktien

Angebot und Nachfrage bilden den Preis: je größer die Nachfrage ist, umso mehr Marktteilnehmer sind an dem Erwerb einer Aktie interessiert und oft auch bereit einen höheren Preis zu bezahlen. Bei steigenden Preisen, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken, spricht man von einem „bullischen Markt“.

Angebot von Aktien

Übersteigt hingegen das Angebot die Nachfrage, sind mehr Aktien vorhanden, als Marktteilnehmer an dem Erwerb dieser Aktie interessiert sind. In diesem Fall kann man von fallenden Kursen ausgehen. Wenn sich die fallenden Kurse über einen längeren Zeitraum fortsetzen, spricht man in der Börsensprache oft von einem „bärischen Markt“.

Sind die Entscheidung der Käufer und Verkäufer rational?

Oft spielt rationales Denken keine Rolle, sondern die Emotionen der Käufer und Verkäufer, die den Preis in die Höhe oder in die Tiefe treiben. Wenn eine Aktie beispielsweise überkauft ist, bedeutet es schon lange nicht, dass sie fallen muss und nicht weitere 10% -20% steigen kann. Einige Beispiele hierfür sind Nvidia (NVDA) und Advanced Microdevices (AMD), die in den vergangenen Jahren ordentliche Bewegungen hinter sich gelassen haben. Nvidia ist in den vergangenen 3 Jahren von 70 USD auf 292 USD gestiegen – ein ordentlicher Anstieg für die kurze Zeit! Ähnlich verlief auch die Bewegung bei Advanced Microdevices (AMD) – die Aktie war noch vor ca. 3 Jahre bei 4 USD und markierte dieses Jahr ein Allzeithoch bei 34,14 USD.
Neben den Emotionen der Käufer und Verkäufer spielen bei der Kursbildung natürlich die Gesamtmarktlage sowie die fundamentalen Unternehmensdaten ebenso eine wichtige Rolle.

AMD-Aktie
Nvidia-Aktie

Long und Short gehen – was ist damit gemeint?

Als Trader kann man sowohl von steigenden als auch fallenden Kursen profitieren. Spekuliert man mit dem Kauf einer Aktie auf steigende Kurse, so ist man Long positioniert. Spekuliert man hingegen auf fallende Kurse, hat man eine Short-Position. Dies bedeutet man verkauft Aktien die man nicht besitzt (Leerverkauf) oder anders ausgedrückt: man baut eine negative Position auf. Fällt der Kurs schließlich wie spekuliert, kann man die Aktie kaufen und damit seine offene (negative) Position mit Profit schließen. Somit ist die negative Position wieder auf Null und der Trade geschlossen.

Zeiteinheiten-Trading

Kerzen und Zeiteinheiten – was musst Du wissen?

Was ist eine Kerze? Eine Kerze repräsentiert den gehandelten Preis in einer ausgewählten Zeitperiode. Wenn man beispielsweise einen Tag in seiner Charting-Software auswählt, repräsentiert jede Kerze einen Tag. Wählt man hingegen 15 Minuten aus, repräsentiert jede Kerze den gehandelten Preis in 15 Minuten.
Wie interpretiert man eine Kerze und welchen Einfluss haben Kerzen auf die Einstiege bzw. Ausstiege?

Kerzen-Charttechnik
Am Beispiel der grünen Kerze eröffnet der Kurs an dem Punkt „Eröffnungskurs“. Im Laufe der ausgewählten Zeitperiode bilden sich Schwankungen und dadurch Hochs und Tiefs. Da die Kerze letztendlich über dem Eröffnungskurs schließt, ist der Körper der Kerze grün dargestellt. Würde die Kerze unter dem Eröffnungskurs schließen, wäre sie rot dargestellt (siehe Beispiel).
Eine Kerze, die genau am Eröffnungskurs schließt, hat keinen Körper und nennt sich „Doji“. Kerzen mit langen Dochten und kleinem Körper (grün/rot) nennen sich Umkehrkerzen. Je nachdem wo sich solche Doji- oder Umkehrkerzen bilden, können sie für wichtige Entscheidungen genutzt werden um Positionen zu eröffnen oder zu schließen. Eine Doji- oder Umkehrkerze an einer Support- oder Resistance-Zone könnte beispielsweise darauf hindeuten, dass der Kurs an dieser Stelle dreht. Oft werden diese Kerzen neben anderen Faktoren als Signale für Einstiege oder Ausstiege verwendet.Vor allem auf dem Tageschart spielen Umkehrkerzen und Dojis oft eine wichtige Rolle. Auf mehr Details werde ich in einem anstehenden Blog-Artikel eingehen.

Zeiteinheiten – warum sind sie wichtig?

Je nachdem ob man kurz-oder mittelfristig handelt, spielen die Zeitperioden eine wichtige Rolle für den Trader. Support- und Resistance-Zonen werden von Käufern als auch Verkäufern oft für die Entscheidung zum Eröffnen oder Schließen einer Position herangezogen. Diese wichtigen Preiszonen sollten sowohl auf dem Tageschart als auch Intraday markiert werden um stets vor Augen zu haben wo man Ein-oder Ausstiege tätigen sollte. Bevor man zu voreilig eine Position eröffnet, sollte man sich immer die Frage stellen „wo befinden sich die nächste Support- und Resistance-Zone?“ und damit verbunden „sind diese Zonen für Käufer oder für Verkäufer interessant?“. Wenn der Preis beispielsweise 30%-40% nach oben gelaufen ist, ist es sehr wahrscheinlich, dass dieser Bereich für Käufer nach so einem Anstieg uninteressant ist. Vielmehr werden die Käufer dort möglicherweise Ihre Positionen schließen um Gewinne bzw. Teilgewinne zu realisieren. Verkäufer lauern nach solchen extremen Preisanstiegen um Short-Positionen zu eröffnen. Oft hilft Sinn und Verstand mehr als 100 Indikatoren auf dem Chart.

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