Daytrading

Was sollte man wissen bevor man mit dem Daytrading startet?

Daytrading ist eine Handelsstrategie in der die Position am gleichen Tag eröffnet und geschlossen wird. Man profitiert in diesem Fall von den kurzfristigen Bewegungen bzw. Schwankungen des Wertpapiers. Die Haltedauer der Position kann sich von einigen Minuten bis hin zu mehreren Stunden strecken, jedoch nicht länger als einen Tag.

Geeignete Instrumente für Daytrading sind Futures, Forex, Aktien sowie teilweise manche CFDs. Je nach Instrument sollte man allerdings auf die Gebühren achten, da sich diese bei einer hohen Anzahl an Trades pro Tag schnell aufsummieren können.

Was ist positiv am Daytrading?

  • Man muss nur wenige Stunden am Tag investieren um gute Profite zu realisieren
  • Man muss nur im Handelszeitraum konzentriert bleiben und ist nicht mit dem ständigen Betrachten von Charts beschäftigt
  • Im Gegensatz zu Swing-Trades besteht kein Risiko durch Kurslücken, die über Nacht zu bösen Überraschungen führen können
  • Aufgrund der hohen Handelsfrequenz lässt sich das Konto sehr schnell aufbauen
  • Man kann fast unabhängig von News und großen Trends agieren, da man nur die kurzfristigen Schwankungen im Visier hat

Was erfordert Daytrading?

  • Man braucht sehr viel Erfahrung und Disziplin um ein dauerhaft profitabler Daytrader zu sein
  • Man braucht je nach Strategie genügend Kapital:
    Für Daytrading mit Aktien benötigt man mindestens 25.000€ (PDT Regel) und bei Futures wäre es sinnvoll mit mindestens 10.000€ zu starten
  • Die Daytrading-Strategie ist von berufstätigen Menschen schwer umzusetzen, da man zu bestimmten Zeiten für 2-3 Stunden am Tag handeln sollte. In der Regel geschieht das am Vormittag bei der europäischen Session oder am Nachmittag für die US-Session.
  • Es ist eine hohe Selbstdisziplin erforderlich, ansonsten können Anfänger ohne viel Erfahrung und Chartmustererkennung rasch hohe Verluste erleiden. Zusätzlich kommt gerade bei Anfängern die Gefahr des Overtradings noch hinzu.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Daytrading sehr lukrativ sein kann. Jedoch ist einige Erfahrung und Disziplin notwendig um Gewinne dauerhaft zu realisieren. Hinzu kommt der zeitliche Aspekt, da man zu gewissen Handelszeiten an den Rechner gebunden ist und sich entsprechend konzentrieren sollte. Daytrading zählt zu den Königsdisziplinen des Tradings und bevor man sich auf diesen Weg begibt, sollte man sich im Klaren sein wie viel Zeit und Übung dieser Handelsansatz mit sich bringt.

Welche Daytrading Strategien gibt es?

Es gibt diverse Instrumente und Strategien, die im Intradaytrading-Bereich beliebt sind. Viele erfolgreiche Trader handeln die US- und/oder EU-Indizes bei der Eröffnung. Die US-Märkte öffnen um 15:30 Uhr deutsche Zeit und um diese Zeit herum geschieht erfahrungsgemäß die größte Volatilität. Für diese Handelsstrategie können entweder Futures oder bei kleinem Konto CFDs als Instrumente herangezogen werden. Ein Vorteil dabei ist, dass das Volumen und die Volatilität bei der Eröffnung sehr groß sind. Somit kann man in einem kurzen Zeitfenster davon profitieren und muss nicht den ganzen Tag vor dem Rechner verbringen.

Auf Grund der hohen Volatilität kann es jedoch auch zu großen Kursausspannungen kommen und dies kann oft zum Ausstoppen führen obwohl man in die richtige Richtung positioniert ist. Das sollte auf alle Fälle bei der Risikowahl bedacht und miteinkalkuliert werden um unnötige Minustrades zu vermeiden.

Auch wenn der Devisenmarkt 24 Stunden am Tag offen ist, handeln Forex-Trader ebenso um die Uhrzeiten 15:30 Uhr (9:30 Uhr US-Zeit und Markteröffnung) und 8:30 Uhr, da dort auch bei Forex die meiste Volatilität herrscht.

Seit kurzem wird das Volumen Trading als Handelsansatz von vielen Daytradern verwendet und trifft auf immer größere Beliebtheit. Das Volumen Trading basiert im Gegensatz zu den anderen Strategien nicht auf der Charttechnik. Vielmehr schaut man nach Bereichen an denen größere institutionelle Händler ihre Spuren hinterlassen haben. Diese Zonen nutzt man dann als Ein- oder Ausstiegsmöglichkeiten in Verbindung mit dem Orderbuch.

Eine weitere Daytrading Strategie, die vor allem bei den Amerikanern sehr beliebt ist, ist das Gaptrading von Aktien. Als Gap wird hierbei eine Kurslücke bezeichnet, die über Nacht oder vor Markteröffnung entsteht (siehe Beispiel am Chart unten). Oft sind Gründe hierfür veröffentlichte Nachrichten, die mit dem entsprechenden Unternehmen verbunden sind. Dies wird von Daytradern erkannt und die Aktie wird dann kurzfristig gehandelt, da die Nachrichten regelmäßig ein Auslöser für ein volatiles Verhalten sind. Ich persönlich trade auch nach dieser Strategie und werde unter diesem Abschnitt alles detailliert erklären.

Fazit

Wie Du merkst gibt es auch im Daytrading-Bereich zahlreiche Trading Strategien und Ansätze die man nutzen kann. Die Schwierigkeit besteht darin die passende Strategie für sich zu finden. Jede Strategie bringt Ihre Vor- und Nachteile mit sich, die sich auf die Psychologie auswirken. Aus diesem Grund wird man als Anfänger sicherlich das eine oder andere ausprobieren, bis man den richtigen Weg für sich gefunden hat.

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