Warum liegt derzeit mein Fokus auf Swing-Trading von US-Aktien?

Auf Grund meines eng getakteten Kalenders liegt mein Fokus derzeit hauptsächlich auf Swing-Trading von US-Aktien.
Swing-Trading eignet sich perfekt, wenn Du keine Zeit hast um zu den Haupthandelszeiten für einige Stunden 100% konzentriert vor dem Rechner zu sitzen. Du kannst die Analysen und Watchlisten bereits am Wochenende vorbereiten und unter der Woche reicht es, wenn man zwei Mal am Tag auf die Charts schaut und sich Alarme an den wichtigsten Zonen setzt. Somit bist Du zeitlich flexibel aber dennoch am Marktgeschehen involviert.

Richtig screenen

Wenn Du Swing-Trading richtig gelernt hast, dann weißt Du, dass es nicht auf die Setups an sich ankommt. Man untersucht die Gesamtmarktlage und die Sektoren, die gerade angesagt und am Steigen sind. Somit weiß man wo das Geld der institutionellen Händler hinfließt – und aus welchen Sektoren es abfließt. Reines Screening nach Chartmustern und Setups wird Dich leider beim Swing-Traden von US-Aktien nicht weiterbringen.

Warum ausgerechnet Facebook?

Facebook hat Ende September seine Quartalszahlen veröffentlicht und auf Grund dessen kam es zu einem Gap nach oben. Dies kann neben dem hohen Volumen an dem Tag als erhöhtes Kaufinteresse bei den Aktionären interpretiert werden. Genau aus dem Grund habe ich nach Einstiegsmöglichkeiten bei dem Wert Ausschau gehalten. Wie Du bereits von meiner Seite weißt, gehören Long-Einstiege am Support-Bereich zu meinen Lieblingssetups. Der Bereich von 160 USD wurde zwei Mal getestet und agiert an der Stelle als Unterstützungszone, wohingegen der Bereich von 174 USD eine Widerstandzone darstellt. Auch dieser Bereich wurde zwei Mal getestet.

Der Einstieg und der mentale Stopp

Mein Einstieg erfolgte bei ca. 162 USD mit dem Plan die Position bei 160 USD weiter auszubauen. Leider kam es nicht dazu, da die Aktie nach meinem Einstieg diesen Bereich nie mehr getestet hat. Die geplante Ausstiegszone lag bei ca. 174 USD, da dieser Bereich als Widerstandszone agiert.
Der mentale Stopp lag bei ca. 159 USD. Wahrscheinlich fragst Du Dich jetzt was mit mentalem Stopp gemeint ist? Mit „mental“ meine ich, dass ich keinen Stopp-Order am Markt habe. Ich nutze solche Stopp-Order bei Swing-Trades nicht mehr, da diese mir bisher nur geschadet haben. Sollte es zu einem Gap nach unten kommen, wird man sowieso schlecht ausgeführt und der Verlust wäre sowieso deutlich höher als beim anfangs kalkulierten Risiko. Wenn ich aber noch drinbleibe, habe ich die Möglichkeit ggf. besser auszusteigen oder mit Optionen zu hedgen.
Wenn man aber nicht fortgeschritten genug ist solche Techniken umzusetzen und mental nicht reif, sollte man auf alle Fälle die Stopp-Order in Betracht ziehen.

 

Der Ausstieg

Nach einigen Tagen befand sich der Trade gut im Plus und ich habe planmäßig bei ca. 174 USD vorerst einen Teilverkauf gemacht, dann aber nach der Bildung der Umkehrkerzen die gesamte Position geschlossen. Umkehrkerzen können darauf hindeuten, dass an der Stelle der Kurs dreht. In diesem Fall könnte man sich dazu entscheiden einen kleinen Teil der Position weiter laufen zu lassen oder die Position komplett glatt zu stellen. Da ich noch in einigen anderen Trades positioniert war, habe ich mich für zweiteres entschieden.

Fazit

Alles in allem war das ein guter Trade und ich hoffe ich konnte Dir dadurch einen kleinen Einblick in mein Vorgehen beim Swing-Trading verschaffen. Solltest Du ebenfalls zeitlich eingeschränkt sein, eignet sich diese Strategie perfekt.

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