In diesem Blog-Artikel gehe ich darauf ein, wie ich es geschafft habe einen kleinen Account in nur einem Monat zu verdoppeln. Was waren die entscheidenden Faktoren und welche Herausforderungen haben sich ergeben?
Zuallererst möchte ich anmerken, dass diese Performance nicht üblich ist!
Denke also bitte auf keinen Fall daran, morgen einen Account zu eröffnen und in einem Monat dieselben Ergebnisse zu erwarten. Das wird höchstwahrscheinlich nicht passieren. Vor allem, wenn Du neu in dem Bereich bist, kann das im schlimmsten Fall einen Totalverlust für Dich bedeuten!

Der Start

Neben meinen weiteren Accounts, die ich trade, hat mir Anfang Januar mein Freund einen kleinen Account zum Traden anvertraut.
Dieser Account war Ende dieser Woche verdoppelt – nach genau einem Monat! Dabei habe ich zu 99% nur einen Wert gehandelt – den Dow Jones Index als CFD und einmalig habe ich einen Trade im Nasdaq Index vorgenommen.

Warum liegt mein Fokus nur auf US-Indizes?

Sicherlich stellt sich der eine oder andere die Frage warum ich nicht Öl, Forex oder sonstige Instrumente getradet habe? Die Antwort ist sehr einfach. Ich bin der Meinung, dass man als Trader nicht in jedem Instrument gleich gut sein kann. Der Forex-Markt verläuft völlig anders als Indizes oder Öl. Daher kann er folgerichtig auch nicht wie diese gehandelt werden. Die Top-Ergebnisse werden beim Versuch diversifiziert zu traden ausbleiben, davon bin ich zu 100% überzeugt.
Ich bevorzuge es, ein Profi in einem bis zwei Instrumenten zu sein, als nur durchschnittlich gut in vielen Instrumenten. Wenn man die Geschichten erfolgreicher Trader aus dem Buch „Market Wizards: Interviews with Top Traders“ von Jack D. Schwager studiert, wird man feststellen, dass alle Top-Trader nur in einem Bereich außerordentliche Ergebnisse erzielt haben. (Das Buch kann ich übrigens uneingeschränkt empfehlen. 😊)

Der weitere Grund warum ich nur US-Indizes trade liegt darin, dass ich dadurch viel fokussiert bin. Ich muss nur einen Wert beobachten und nicht wild scrollend 20 Charts im Auge behalten und diverse Alarme verwalten. Das macht die Sache deutlich entspannter und ich muss nicht ständig Angst haben etwas zu verpassen (FOMO – fear of missing out).
Die US-Indizes trade ich bereits seit einigen Jahren und bin beim Handel dieser Instrumente durch viele Höhen und Tiefen gegangen. Mittlerweile weiß ich genau auf was ich achten muss und welche Fehler ich auf keinen Fall wiederholen darf.

Aber auch die US-Indizes bieten nicht jeden Tag optimale Trading-Chancen. In guten Marktphasen sollte man aktiv sein und aggressiv vorgehen, wohingegen man in nicht optimalen Phasen die Finger davonlassen sollte. Das Zauberwort bzw. der Schlüssel zum Erfolg nennt sich nach wie vor Disziplin.

Welche Strategie habe ich angewendet?

Wenn Du bereits etwas auf meinem Blog gestöbert hast, wirst Du sicherlich bereits wissen, dass Trading aus den Support- und Resistance-Zonen mein Haupthandelsansatz ist. Ich setze mir die Alarme in der Nähe der markanten Zonen und warte bis diese ausgelöst werden, bevor ich einen Einstieg tätige. Dazu schaue ich ebenso, wie das Tageschart aussieht und wie viel Platz nach oben oder unten für Short- oder Long-Trades vorhanden ist. Mit anderen Worten gesagt, ergibt sich bei diesem Trade ein lohnender Vorteil?
In letzter Zeit habe ich ebenso viel Wert auf die Nachrichten gelegt. Derzeit befinden wir uns in einer Quartalszahlen-Saison und die Quartalszahlen der großen Werte, wie Amazon oder Facebook, haben einen gewissen Einfluss auf die US-Indizes. Solche Ereignisse sollte man nie völlig außer Acht lassen.

Kleines vs. großes Konto handeln

Warum ist es viel einfacher, ein kleines Konto schneller groß zu traden? Und warum ist es bei einem großen Konto schwieriger so eine Performance in kurzer Zeit zu erzielen?
Die Antwort dafür ist relativ einfach – die mentale Seite des Tradings spielt dabei die entscheidende Rolle, da man anders mit den Risiken umgeht. Für die Psyche ist es viel einfacher mit einem Plus oder Minus von 200€ -300€ umzugehen als mit Gewinnen und Verlusten im Bereich von 3000€ – 4000€.
Aufgrund der aus meiner Sicht optimalen Marktbedingungen und der kleinen Größe des Trading-Kontos, bin ich etwas höhere Risiken eingegangen. Dazu habe ich bei den Positionen oft die Technik des Pyramidisierens angewendet. Bei dieser Technik baut man eine Position, die sich im Plus befindet, weiter auf. Gelegenheiten dazu bieten sich oft an den Support- oder Resistance-Zonen.
Zudem habe ich nach jedem Plus-Trade das Risiko weiter erhöht. Das Zusammenspiel dieser Faktoren, sowie meine Disziplin, haben es ermöglicht in einem Monat diese außerordentliche Performance zu erzielen.

Die Herausforderungen

Die größte Herausforderung dabei war und bleibt weiterhin die Disziplin. Nach einer Reihe von Gewinn-Trades neigt man oft dazu, sich mit schlechten Trades Fehler zu erlauben. Dies liegt vor allem am erhöhten Selbstbewusstsein. Umso wichtiger ist es, nach dieser Performance weiterhin diszipliniert zu bleiben und geduldig auf die besten Chancen zu warten.

Fazit

Wie Du siehst, ist im Trading vieles möglich, wenn man fokussiert und diszipliniert vorgeht. Die mentale Seite bleibt jedoch die größte Herausforderung dabei.
Aus diesem Grund ist es umso wichtiger Dich mit Deinem eigenen Handelsstil, sowie Stärken und Schwächen zu befassen. Viele Erkenntnisse kannst Du nur durch eigene Erfahrungen mit einem Echtgeld-Handelskonto gewinnen.

Keine Schulung oder Seminar kann Dir das ersparen oder beibringen. Wenn Du Dich aber damit auseinandersetzt und alles andere ausblendest, gibt es wenig Grenzen nach oben. Solltest Du Fragen haben, kannst Du Dich jederzeit gerne melden.

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