In diesem Blog-Artikel erkläre ich im Detail einen Trade im Dow Jones, bei dem ich 300 Punkte realisiert habe.

Ausgangslage vor dem Short-Einstieg

Auf dem Tages-Chart befindet sich der US-Index Dow Jones in einem Aufwärtstrend mit höheren Hochs und höheren Tiefs. Die Konsolidierungsphase der letzten Tage verlief kurz und seitlich.
Auch auf dem Stunden-Chart ist der Aufwärtstrend klar ersichtlich, ebenso wie die in grün angezeichneten Support-Zonen. Diese Zonen spielen für meine Ein- oder Ausstiege eine wichtige Rolle, da dort oft wichtige Entscheidungen von anderen Marktteilnehmern passieren. Das führt oft zu größeren Bewegungen aus diesen Bereichen heraus.

Warum handele ich gegen den Trend?

Der ein oder andere wird sich jetzt sicherlich fragen, warum ich short eingestiegen bin, wenn der Trend klar nach oben gerichtet ist.
Der erste Grund dafür ist die lange grüne Welle auf dem Tageschart. Nach so einer grünen Bewegung ist eine Korrektur völlig normal und zu erwarten. Mit jeder weiteren grünen Tageskerze nimmt der Vorteil bei Long-Trades ab. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich in eine Seitwärtsphase gerate oder eine Korrektur auftritt, erhöht sich von Tag zu Tag umso mehr.
Der zweite Grund ist der Fehlausbruch bei 25.367 USD am Donnerstag. An der Stelle wurde ersichtlich, dass die Resistance-Zone nicht durchbrochen werden konnte und die Bullen ggf. die Kontrolle an dieser Stelle verlieren könnten. Dazu kam es am nächsten Tag zum Durchbruch der Support-Zone bei 25.250 USD, was in meinen Augen ein erstes bärisches Zeichen darstellte. Ab diesem Zeitpunkt schaute ich nach Short-Einstiegen mit möglichst kleinem Stopp und genügend Potenzial bis zur nächsten Unterstützungszone.

Ein- und Ausstieg

Mein Einstieg erfolgte kurz nach der US-Markteröffnung im Bereich der 25.270 USD. Diese Zone agierte als Widerstand nach dem Durchbruch in Richtung Süden. Die Position habe ich geschlossen im 25.000 USD-Bereich und habe auf dem Weg nach unten keine Teilverkäufe realisiert.

Fazit

Alles in allem konnte ich diesen Trade von der Idee bis zur Umsetzung und dem Trademanagement sehr gut durchführen.
Noch einmal zeigt sich, dass sich Geduld immer auszahlt. Sinn und Verstand helfen einem in der Regel mehr als 100 Indikatoren. In jedem Trading-Lehrbuch würde man vermutlich ein „Nie gegen den Trend handeln!“ oder ähnliches finden. Das kann in manchen Situationen natürlich stimmen. Wenn man aber das Gesamtbild betrachtet und die Wahrscheinlichkeiten berücksichtigt, könnte sich oftmals auch ein Trade gegen den Trend gut auszahlen.

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